Das eben beschriebene ist im Grunde der Old Tom Gin aus dem 18. Jahrhundert. So wurde er hergestellt. Billiger Alkohol, Botanicals und Zucker. Heute wird Gin dieser Machart deutlich aufwendiger und gewissenhafter produziert. Die Zutaten werden sorgfältig ausgewählt und der Konsument muss keine gesundheitsschädlichen Folgen aufgrund von Terpentin, Schwefelsäure oder anderer giftigen Inhaltsstoffe befürchten. Doch der Zucker ist geblieben. Er ist das Merkmal, was den Old Tom Gin heute charakterisiert. Old Tom Gin ist also ein solide gemachter Gin, der leicht mit Zucker gesüßt wird. Erwartet bei Old Tom Gin nicht so viel Zucker wie in einem Likör. Das ist nicht der Fall. Doch im Vergleich zu Dry Gin ist der Zucker deutlich spürbar. 

Interessant ist auch die Antwort auf die Frage, woher der Gin seinen Namen hat. Als der Ginkonsum im England des 18. Jahrhunderts Überhand nahm, versuchten die Regierenden dem Missbrauch der billigen Spirituose Einhalt zu gebieten. Die Herstellung und der Ausschank von Gin wurden hart reglementiert. Viele Pubs in London durften legal keinen Schnaps mehr herstellen und vertreiben. Einige Wirte schreckten die Vorbote aber nicht ab. Sie stellten weiterhin ihren minderwertigen Gin her. Als verdecktes Erkennungszeichen des Ausschanks von Gin zierte eine schwarze Figur in Form einer Katze die Fassade des Pubs. Wer eine Geldmünze in die Figur schmiss, konnte oft direkt aus der Katze Gin erhalten. Quasi: Old Tom Gin to go. Der schwarze Kater nennt sich auf Englisch “old tomcat”. Daher hat der gesüßte Gin seinen Namen. 

Bildquelle: Farther Along | Flickr

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